DIAMIR Erlebnisreisen - Georgien - Große Südkaukasus-Rundreise
17.04.2027 - 09.10.2027 Teilnehmerzahl: min. 4 max. 12
Ein großer Bogen durch das kleine, aber namhafte Kaukasusland
Unzählige pittoreske Kloster- und Kirchenanlagen, eingebettet in eindrucksvolle Naturkulissen, zeugen von der tief verwurzelten religiösen Tradition des Landes. Jahrhundertealte Sitten und Gebräuche sind bis heute lebendig und prägen das Alltagsleben. Georgien, am Rande Europas gelegen, war lange Zeit ein kaum beachtetes Reiseziel – zu Unrecht, wie Sie auf dieser Reise eindrucksvoll erleben werden. Sie sind komfortabel unterwegs und übernachten überwiegend in landestypischen Pensionen und privaten Gästehäusern, die authentische Einblicke ermöglichen.
Exzellente Küche, Klöster, Kirchen und Keltereien – Batumi am Schwarzen Meer (individuell verlängerbar)
Bereits zu Sowjetzeiten galt Georgien als die Republik mit der besten Küche – ein Ruf, der sich bis heute gehalten hat. Während Ihrer Reise entdecken Sie die kulinarische Vielfalt der verschiedenen Regionen, geprägt von frischen Zutaten, traditionellen Rezepten und einer tief verwurzelten Weinkultur. Die sprichwörtliche Gastfreundschaft ist dabei allgegenwärtig und wird Sie auf Schritt und Tritt begleiten. Zum Abschluss erreichen Sie die Schwarzmeerküste rund um Batumi – Ihr Aufenthalt dort kann individuell verlängert werden.
Tuschetien – Bergregion und Nationalpark – 4 Sommer-Spezial-Termine
An ausgewählten Sommerterminen haben Sie die Möglichkeit, die abgelegene Hochgebirgsregion Tuschetien zu bereisen. Dieses nur wenige Monate im Jahr zugängliche Gebiet im Großen Kaukasus zählt zu den ursprünglichsten Landschaften des Landes. Bis heute hat sich hier wenig verändert: Wehrhafte Dörfer mit ihren charakteristischen Türmen zeugen von einer bewegten Geschichte und davon, wie schwer zugänglich – und damit geschützt – diese Region seit jeher war.
Höhepunkte
- Vier Sommer-Spezial-Termine mit Ausflug nach Tuschetien
- Besuch einer familiengeführten Weinkelterei
1. Tag: Anreise
Flug nach Tiflis. Ankunft gegen Abend und Transfer in die Stadt. Übernachtung im Hotel. (Gegebenenfalls Ankunft am frühen Morgen des Folgetages – je nach Flugverbindung).
2. Tag: Tiflis – Stadtbesichtigung
Nach einem späten Frühstück beginnen Sie Ihren Stadtrundgang durch Tiflis, das seit dem 5. Jahrhundert die Hauptstadt Georgiens ist. Zunächst erkunden Sie die Altstadt mit der Metechi-Kirche (13. Jh.) und dem Reiterstandbild des Stadtgründers Wachtang Gorgassali. Über die Altstadtbrücke gelangen Sie ins historische Zentrum zur Synagoge sowie zur Sioni-Kathedrale, in der das Weinrebenkreuz der heiligen Nino – der Christianisiererin Georgiens – aufbewahrt wird. Weiter führt der Weg zur Antschischati-Kirche (6. Jh.), der ältesten Kirche der Stadt, sowie zur modernen Friedensbrücke. Nach einer kleinen Pause besuchen Sie die Schatzkammer des Historischen Museums mit beeindruckender Goldschmiedekunst, die an die Legende des Goldenen Vlieses erinnert. Anschließend erreichen Sie die Nariqala-Festung (4. Jh.) und genießen den Blick über die Stadt, bevor es hinab in das Bäderviertel mit seinen berühmten Schwefelbädern geht. Ein Bad in den warmen Quellen ist – selbst an heißen Sommertagen – ein besonderes Erlebnis und eine wunderbare Möglichkeit, den Tag entspannt ausklingen zu lassen. Am Abend erwartet Sie ein Begrüßungsessen in einem typisch georgischen Restaurant. Wer noch Zeit und Lust hat, kann entlang des lebhaften Rustaveli-Prospekts flanieren – ideal für Souvenirs, kleine Boutiquen und georgische Mode. Auch die Viertel rund um die Altstadt lohnen einen genaueren Blick: liebevoll gestaltete Innenhöfe, kreative Fassaden und überraschende Details zeugen davon, wie sehr sich Tiflis in den letzten Jahren gewandelt hat. Zwischen historischer Substanz und moderner, teils avantgardistischer Architektur entfaltet die Stadt eine ganz eigene, lebendige Atmosphäre – und zeigt sich an jeder Ecke von einer neuen Seite. Übernachtung im Hotel.
Verpflegung: 1×(F/A)3. Tag: Kachetien – Die bekannteste Weinregion des Landes
Sie verlassen Tiflis in östliche Richtung und machen sich auf den Weg in die bekannteste Weinregion des Landes: Kachetien. Zunächst besuchen Sie das Kloster Bodbe-Kloster, idyllisch gelegen oberhalb des Alasani-Tals. In unmittelbarer Nähe befindet sich das malerische Städtchen Signagi, dessen mächtige Stadtmauer im 18. Jahrhundert unter König Erekle II. errichtet wurde. Vorbei an Signagi fahren Sie durch das weitläufige Alasani-Tal, das sich zwischen dem Kaukasus-Hauptkamm und den vorgelagerten Hügelketten erstreckt. Dieses besondere Zusammenspiel von Lage, Klima und dem Fluss Alasani schafft ideale Bedingungen für den Weinbau – und macht die Region zugleich zu einer der fruchtbarsten des Landes. Entlang von Weinfeldern, Obstgärten und charakteristischen Walnussalleen erleben Sie eine ruhige, fast meditative Landschaft, die den besonderen Reiz Kachetiens ausmacht. Nach dem Mittagessen erwartet Sie eine zünftige Weinprobe: Im Dorf Kondoli werden Ihnen exzellente Bioweine kredenzt, die die lange Weintradition der Region eindrucksvoll widerspiegeln. Viele der Produkte, die Sie während Ihrer Reise genießen – frisches Obst, Gemüse und regionale Spezialitäten – stammen direkt aus dieser fruchtbaren Gegend. Am Nachmittag besichtigen Sie die imposante Alaverdi-Kathedrale, einen der bedeutendsten Kirchenbauten Georgiens, der schon von weitem sichtbar ist und durch seine Lage besonders eindrucksvoll wirkt. Anschließend Weiterfahrt nach Telavi. Übernachtung im Hotel. Kachetien gilt – neben Swanetien – als eine der schönsten Landschaftsregionen Georgiens. Trotz der behutsamen touristischen Entwicklung bewahrt sich das Tal seine Authentizität: Tradition und Geschichte sind hier allgegenwärtig und prägen das Bild einer Region, die gleichermaßen ursprünglich wie genussvoll ist. (Fahrzeit ca. 4h, 200 km).
Verpflegung: 1×(F/M/A)4. Tag: Kachetien – Tiflis
Bei einer morgendlichen Stippvisite in Telavi lohnt sich besonders ein Besuch des lebhaften Bauernmarktes. Schon früh am Tag herrscht hier reges Treiben: Händler bieten frisches Obst und Gemüse, duftende Kräuter, hausgemachten Käse, Honig und natürlich Trauben aus der berühmten Weinregion Kachetien an. Zwischen den farbenfrohen Ständen lässt sich das authentische Alltagsleben der Region erleben und die eine oder andere lokale Spezialität probieren. Nur wenige Kilometer außerhalb der Stadt liegt das historische Kloster Ikalto. Das alte Klosterensemble zählt zu den bedeutenden religiösen und kulturellen Stätten der Region. Alte Tonamphoren, die verstreut in den Gärten liegen, deuten darauf hin, dass die Mönche dem vergorenen Traubensaft nicht abgeneigt waren. Bereits in längst vergangenen Zeiten wurde hier Wein gekeltert – ein Hinweis darauf, wie eng die Geschichte Kachetiens mit dem Weinbau verbunden ist. Die ruhige Anlage mit ihren alten Mauern und Kirchen vermittelt noch heute eine besondere Atmosphäre und bietet einen schönen Blick über die umliegende Landschaft. Über den Gombori-Pass geht es zurück nach Tiflis. Freizeit am Nachmittag. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 1,5h, 100 km).
Verpflegung: 1×F5. Tag: Von der alten Hauptstadt Mzcheta zum Prometheusberg Kasbek
Über die berühmte Georgische Heerstraße fahren Sie heute hinein in den Großen Kaukasus. Unterwegs besichtigen Sie das auf einem Felshügel über Mzcheta thronende Dshwari-Kloster (UNESCO-Weltkulturerbe). In Mzcheta selbst besuchen Sie die imposante Swetizchoveli-Kathedrale (11. Jh.), das religiöse Zentrum Georgiens. Anschließend folgen Sie weiter der Georgischen Heerstraße und legen einen Stopp an der malerisch gelegenen Festung Ananuri ein. Mit zunehmender Höhe wird die Landschaft immer eindrucksvoller: Spätestens in den Serpentinen hinauf zum Wintersportort Gudauri öffnen sich weite Ausblicke auf die umliegende Bergwelt. Am sogenannten „Freundschaftsdenkmal“ – einem monumentalen Relikt aus Sowjetzeiten – genießen Sie ein spektakuläres Panorama über die Täler des Kaukasus. Über den Kreuzpass, die höchste Stelle der Strecke, führt die Straße schließlich hinab in ein weites Hochtal. Unterwegs passieren Sie mineralhaltige Quellen, deren rostrote Ablagerungen eindrucksvoll die Hänge färben. Mit etwas Glück zeigt sich bereits hier der majestätische Kasbek (über 5.000 m) – einer der markantesten und formschönsten Gipfel des Kaukasus. Am Nachmittag erreichen Sie Stepantsminda (auch Kasbegi genannt), nur wenige Kilometer von der russischen Grenze entfernt. Bei klarem Wetter eröffnet sich ein unvergesslicher Blick auf den „Prometheus-Berg“ Kasbek. Lassen Sie den Tag bei einem gemütlichen Abendessen entspannt ausklingen. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit 4-5h, 290 km).
Verpflegung: 1×(F/A)6. Tag: Kleiner Wandertag im Kaukasus
Den heutigen Tag verbringen Sie in der beeindruckenden Bergwelt rund um den Kasbek. Zunächst geht es hinauf zur auf 2180 m gelegenen Dreifaltigkeitskirche Zminda Sameba aus dem 14. Jahrhundert (optional per Fahrzeug erreichbar). Von hier oben eröffnet sich bei guter Sicht eines der spektakulärsten Panoramen des gesamten Kaukasus – mit freiem Blick auf den formschönen, über 5000 m hohen Kasbek. Besonders im Morgen- und Abendlicht entfaltet die Szenerie eine ganz besondere Atmosphäre und bietet herausragende Fotomotive. Die Kirche selbst zählt zu den ikonischsten Motiven Georgiens und ist zugleich ein bedeutender Ort für Bergsteiger, die auf ihrem Weg zum Gipfel hier traditionell um Segen für Wetter und Gelingen bitten. Am Nachmittag unternehmen Sie eine Wanderung zu den Wasserfällen von Gweleti-Wasserfälle. Zum Ausklang des Tages bietet sich – je nach Zeit und Stimmung – ein Besuch der Terrasse des Rooms Hotel Kazbegi an. Gegenüber im Tal gelegen, genießen Sie hier einen stimmungsvollen „Sundowner“ mit Blick auf den Kasbek – ein unvergesslicher Moment inmitten der kaukasischen Bergwelt. Übernachtung wie am Vortag. (Gehzeit 3-4h, 435 m, 7 km und 1-2h, 300 m, 4 km).
Verpflegung: 1×(F/A)7. Tag: Auf der alten Seidenstraße in den Süden
Auf der Georgische Heerstraße fahren Sie zurück nach Süden und verlassen allmählich die Hochgebirgswelt des Großen Kaukasus. Unterwegs passieren Sie Gori, die Geburtsstadt von Josef Stalin. Ein besonderer Höhepunkt ist der Besuch der antiken Höhlenstadt Uplisziche, deren Ursprünge bis ins 1. Jahrhundert v. Chr. zurückreichen. Einst verlief hier ein Zweig der legendären Seidenstraße. Noch heute sind die Strukturen der Felsenstadt mit ihrem verzweigten Straßensystem, Theatern und Palastanlagen eindrucksvoll zu erkennen. Nach der Besichtigung bietet sich ein entspanntes Mittagspicknick am Fluss an. Anschließend setzen Sie Ihre Fahrt durch eine zunehmend landwirtschaftlich geprägte Region fort – ein spürbarer Szenenwechsel: Die schroffen Höhen des Großen Kaukasus weichen sanften Hügeln, weiten Feldern und offenen Landschaften. Sie bewegen sich nun im Übergangsbereich zum Kleinen Kaukasus, der mit einem ganz eigenen Charakter überrascht. Je näher Sie dem Borjomi-Nationalpark kommen, desto dichter werden die Wälder. Weitläufige Nadelwaldgebiete prägen hier das Bild – eine Landschaft, die man in Georgien so kaum erwarten würde. Die Region um Borjomi ist zudem als traditionsreiche Kur- und Heilgegend bekannt; das berühmte Mineralwasser der Borjomi-Quelle stammt von hier. Trotz geringerer Höhen wirkt auch der Kleine Kaukasus überraschend ursprünglich und stellenweise rau. Schließlich erreichen Sie Achalziche, malerisch gelegen am Rand dieser abwechslungsreichen Berglandschaft. Übernachtung im Gästehaus. (Fahrzeit ca. 5-6h, 340 km).
Verpflegung: 1×(F/A)8. Tag: Die Höhlenstadt Wardsia
Ein Höhepunkt des Tages ist der Besuch der beeindruckenden Höhlenstadt Wardzsia, die im 12. Jahrhundert während des Goldenen Zeitalters Georgiens entstand. Die vollständig in den Fels geschlagene Anlage wurde von Menschenhand geschaffen und zählt zu den faszinierendsten historischen Stätten des Landes. Hinter den steilen Felswänden verbirgt sich ein weit verzweigtes Labyrinth aus Räumen, Kapellen und Gängen. Besonders eindrucksvoll sind die kunstvoll gestalteten Fresken, die noch heute von der religiösen und kulturellen Bedeutung der Anlage zeugen. Lange, schmale Korridore verbinden die Höhlenräume miteinander, und an manchen Stellen tropft eiskaltes Wasser direkt aus dem nackten Fels – ein Detail, das die besondere Atmosphäre dieses Ortes noch verstärkt. Unterwegs bietet sich außerdem ein kurzer Halt an der eindrucksvollen Festung Khertvisi an. Die mächtige Burgruine aus dem 10. Jahrhundert erhebt sich auf einem Felsrücken über dem Tal und zählt zu den ältesten Festungsanlagen Georgiens. Schon von weitem prägen ihre wuchtigen Mauern und Türme die Landschaft. Nach der Rückkehr in die Stadt besteht optional die Möglichkeit, die restaurierte Festung Rabati zu besichtigen. Die Anlage präsentiert sich heute in neuem Glanz: Neben den imposanten Festungsmauern und Türmen können Besucher auch einen russischen Springbrunnen, eine Moschee sowie einen persischen Wandelgang entdecken – ein eindrucksvolles Beispiel für die kulturelle Vielfalt der Region. Am Abend erfolgt die Rückkehr in das gemütliche Gästehaus. Übernachtung wie am Vortag. (Fahrzeit 2-3h, 125 km).
Verpflegung: 1×(F/M/A)9. Tag: Land des Goldenen Vlies
Heute führt Sie Ihre Reise in die zweitgrößte Stadt Georgiens – nach Kutaissi. Die Stadt liegt im fruchtbaren Westen des Landes in der historischen Region Imereti, die in der Antike als das sagenumwobene „Land des Goldenen Vlieses“ galt. Der griechischen Mythologie zufolge suchte hier Jason mit den Argonauten nach dem legendären Schatz des Königs Aeëtes. Nach Ihrer Ankunft unternehmen Sie eine kleine Stadtbesichtigung durch das lebendige Zentrum von Kutaissi. Besonders eindrucksvoll ist ein Besuch des lokalen Marktes, auf dem Händler frisches Obst, Gemüse, Gewürze und regionale Spezialitäten anbieten. Hier erleben Sie den georgischen Alltag aus nächster Nähe. Anschließend bleibt Zeit für einen individuellen Bummel: schlendern Sie durch die Straßen der Altstadt, setzen Sie sich in eines der kleinen Cafés oder beobachten Sie das geschäftige Treiben rund um den Hauptplatz. Am Nachmittag fahren Sie weiter zur beeindruckenden Prometheus Cave, einer der größten und schönsten Karsthöhlen Georgiens, die sich unweit von Kutaissi bei Tskaltubo befindet. Ein gut angelegter Rundweg führt über rund tausend Treppenstufen durch sechs der insgesamt 22 bekannten Höhlenhallen. Während des Spaziergangs eröffnen sich immer neue unterirdische Landschaften mit faszinierenden Stalaktiten und Stalagmiten, die über Jahrtausende entstanden sind. Sanfte Beleuchtung setzt die gewaltigen Tropfsteinformationen eindrucksvoll in Szene und lässt diese geheimnisvolle Unterwelt beinahe märchenhaft erscheinen. Übernachtung im Gästehaus. (Fahrzeit ca. 3-4h, 250 km).
Verpflegung: 1×(F/A)10. Tag: Verborgenes Swanetien
Am Vormittag haben Sie noch etwas Zeit für einen individuellen Aufenthalt in Kutaissi. Anschließend beginnt Ihre Weiterreise in eine der eindrucksvollsten Regionen des Landes: Swanetien. Die Straße führt Sie tief hinein in eine spektakuläre Gebirgslandschaft. Entlang des Enguri-Flusses windet sich die Route durch einen wilden Canyon, vorbei an steilen Felswänden und rauschenden Wassern. Immer wieder öffnet sich der Blick auf eine nahezu unberührte Bergwelt. Swanetien präsentiert sich als eine der ursprünglichsten Regionen Georgiens – geprägt von schneebedeckten Gipfeln, weiten Bergwiesen, wilden Flüssen, Wasserfällen und den charakteristischen mittelalterlichen Wehrturm-Siedlungen. Besonders eindrucksvoll ist die kulturelle Eigenständigkeit der Region: Bis heute haben sich hier alte Riten und Traditionen erhalten, ebenso wie die eigene swanische Sprache, die sich deutlich vom Georgischen unterscheidet und einen ganz eigenen kulturellen Kosmos bildet. Die Anfahrt selbst ist bereits ein Erlebnis: Die Straße scheint sich unendlich an Felswänden und Abgründen entlangzuziehen, immer weiter hinein in eine scheinbar entrückte Bergwelt. Und doch öffnet sich plötzlich ein weites, hochgelegenes Tal – fast wie aus einer anderen Zeit. Genau hier liegt Swanetien. Am Abend erreichen Sie Mestia auf rund 1400 m Höhe, das administrative Zentrum der Region. Der Ort hat sich in den letzten Jahren zu einem einladenden Ausgangspunkt für Besucher entwickelt und verbindet Ursprünglichkeit mit moderater touristischer Infrastruktur. Sie übernachten in einem gemütlichen Gästehaus, in dem auch das gemeinsame Abendessen serviert wird – ein ruhiger Ausklang nach einem eindrucksvollen Reisetag. (Fahrzeit ca. 5-6h, 300 km).
Verpflegung: 1×(F/A)11. Tag: Kleiner Wandertag im Kaukasus
Zur Abwechslung nach den längeren Fahrstrecken unternehmen Sie heute eine Wanderung zum Tschaladi-Gletscher. Nach einer kurzen Anfahrt durch das gleichnamige Tal beginnt die Tour zu Fuß. Die Wanderung kann in Absprache mit der Reiseleitung flexibel angepasst werden. Der Weg ist technisch unkompliziert und gut zu bewältigen – im Mittelpunkt steht klar das Naturerlebnis. Sie folgen dem Tal hinein in eine zunehmend alpine Landschaft mit rauschenden Gletscherbächen, markanten Felskanten und immer näher rückenden Eisformationen. Der Gletscher selbst kommt eindrucksvoll nah in Sichtweite und vermittelt einen unmittelbaren Eindruck der Hochgebirgswelt. Gelegentlich ist aus der Höhe ein fernes Grollen zu hören, wenn sich im Gebirge kleinere Steinlawinen lösen – ein Naturgeschehen, das aus sicherer Entfernung eindrucksvoll zu beobachten ist. Genau in diesen Momenten werden die Dimensionen dieser Landschaft besonders greifbar. Am Nachmittag kehren Sie nach Mestia zurück und haben Zeit für individuelle Erkundungen: ein Bummel durch den Ort, der Besuch kleiner Geschäfte für Souvenirs oder eine entspannte Pause in einem der Cafés oder Bars bieten sich an. Übernachtung wie am Vortag. (Gehzeit ca. 2h, 5 km, 370m).
Verpflegung: 1×(F/M (LB)/A)12. Tag: Exkursion nach Ushguli
Mit Geländewagen fahren Sie hinauf nach Ushguli auf rund 2200 m Höhe. Der Ort gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und gilt als die höchstgelegene dauerhaft bewohnte Siedlung Europas. Bereits die Anfahrt ist ein Erlebnis: Die neu ausgebaute Straße vermittelt heute ein Gefühl von Sicherheit, doch lange Zeit war diese Strecke deutlich abenteuerlicher. Immer wieder passieren Sie kleine, abgelegene Bergdörfer, bevor sich am scheinbaren Ende des Tals plötzlich der Blick weit öffnet – und Ushguli inmitten einer gewaltigen Hochgebirgslandschaft erscheint. Im Dorf selbst scheint die Zeit stillzustehen. Sie besuchen den Marien-Kirchenkomplex sowie einige der charakteristischen, jahrhundertealten Wehrtürme, die das Ortsbild prägen. Von hier bietet sich ein eindrucksvoller Blick auf die gewaltige Südwand des Schchara (5200 m), des höchsten Berges Georgiens. Im Anschluss unternehmen Sie eine Wanderung in Richtung des imposanten Schchara-Gletschers. Unterwegs genießen Sie ein Picknick inmitten weiter Bergwiesen, die im Sommer von einer Vielzahl alpiner Wildblumen überzogen sind. Die Tour ist genussvoll und landschaftlich herausragend – ideal für Naturfreunde, die die Ruhe und Weite dieser Hochgebirgsregion aufnehmen möchten. Zurück in Ushguli bleibt Zeit für eine kleine Pause bei Kaffee, Tee und Kuchen oder – ganz bodenständig – für ein wohlverdientes Bier nach dieser eindrucksvollen Etappe. Übernachtung wie am Vortag. (Fahrzeit ca. 2h, 90 km, Gehzeit ca. 3h).
Verpflegung: 1×(F/M (LB)/A)13. Tag: Freie Zeit in Mestia – schier endlose Möglichkeiten
In Mestia haben Sie Zeit, den kleinen Hauptort der Bergregion Swaneti in Ihrem eigenen Tempo zu erkunden. Die charmante Ortschaft liegt spektakulär eingebettet zwischen den Gipfeln des Großen Kaukasus und ist berühmt für ihre charakteristischen mittelalterlichen Wehrtürme. Viele dieser steinernen Türme prägen noch heute das Ortsbild und zeugen von der bewegten Geschichte der Region. Bei einem Spaziergang durch den Ort können Sie einen dieser historischen Svan Towers aus der Nähe betrachten und mehr über ihre ursprüngliche Funktion als Schutz- und Wohnbauten der lokalen Familien erfahren. Darüber hinaus bietet Mestia zahlreiche Möglichkeiten für eine entspannte Zeit im Ort: besuchen Sie eines der kleinen Museen, stöbern Sie in Geschäften nach regionalen Souvenirs oder setzen Sie sich in ein Café oder Restaurant und genießen Sie bei einem Bier oder einem Glas georgischen Wein das lebendige Treiben des Ortes. Wer sich lieber etwas bewegen möchte, findet rund um Mestia viele schöne Wanderwege. Kurze Spaziergänge führen zu Aussichtspunkten mit beeindruckenden Blicken auf die umliegenden Bergketten und die weiten Täler Swanetiens. Ob gemütlicher Ortsbummel, kulturelle Entdeckungen oder eine kleine Wanderung in der beeindruckenden Berglandschaft – Mestia bietet für jeden Geschmack passende Möglichkeiten. Sie treffen sich am Abend zum gemeinsamen Abendessen. Übernachtung wie am Vortag.
Verpflegung: 1×(F/A)14. Tag: Die Schwarzmeerküste und Botanischer Garten
Heute verlassen Sie den hohen Kaukasus und machen sich auf, um Meeresniveau zu erreichen. Batumi, die Hauptstadt der Provinz Adscharien an der Schwarzmeerküste, ist dabei Ihr Ziel. Ab der Stadt Poti, der zweitwichtigsten Hafenstadt Georgiens, geht die Fahrt entlang der Küste. Von hier haben Sie immer noch den Kaukasus im Blick, der sich am Horizont in herrlichster Kulisse darbietet. Spüren Sie das mediterrane Klima? Im berühmten Batumi Botanical Garden unternehmen Sie einen entspannten Rundgang durch eine der schönsten Gartenanlagen am Schwarzen Meer. Hoch über der Küste gelegen, eröffnet sich von vielen Stellen ein wunderbarer Blick auf das Meer und die subtropische Landschaft rund um Batumi. Der Garten zählt zu den bedeutendsten botanischen Anlagen der Region und beherbergt mehr als 5000 Pflanzenarten aus verschiedenen Klimazonen der Welt. Auf gut angelegten Wegen spazieren Sie durch unterschiedliche thematische Bereiche mit Pflanzen aus dem Kaukasus, dem Mittelmeerraum, Ostasien, Australien oder Amerika. Palmen, Bambushaine, exotische Blütenpflanzen und riesige Bäume sorgen für eine beeindruckende Vielfalt und immer wieder neue Eindrücke. Nach den Tagen in den Hochgebirgslandschaften des Kaukasus bildet dieser üppig grüne Park ein wohltuendes Kontrastprogramm. Die ruhige Atmosphäre, der Duft der Pflanzen und die immer wieder spektakulären Ausblicke auf das Schwarze Meer machen den Besuch zu einem besonderen Erlebnis. Prädikat: unbedingt sehenswert! Übernachtung im Hotel in Batumi. (Fahrzeit ca. 4-5h, 300 km).
Verpflegung: 1×F15. Tag: Heimreise
Morgendlicher Transfer zum Flughafen und Heimreise. Die Reise kann noch weitergehen – individuell oder mit einem Anschlussprogramm.
Verpflegung: 1×F- Linienflug ab/an Frankfurt nach Tiflis und zurück von Batumi mit Turkish Airlines oder anderer Fluggesellschaft in Economy Class
- Deutsch sprechende Reiseleitung
- Wanderführer bei den Ausflügen im Kaukasus
- Weinprobe in Kondoli/Kachetien
- alle Fahrten in privaten Fahrzeugen
- alle Eintritte laut Programm
- 7 Ü: Hotel
- 7 Ü: Gästehaus
- Mahlzeiten: 14×F, 2×M, 2×M (LB), 11×A
Nicht eingeschlossene Leistungen
- nicht genannte Mahlzeiten und Getränke
- optionale Ausflüge und Besichtigungen
- Trinkgelder
- Persönliches
Hinweise
Schwierigkeitsgrad: 1/5
Mindestteilnehmerzahl: 4, bei Nichterreichen Absage durch den Veranstalter bis 28 Tage vor Abreise möglich
Gästehäuser in Georgien:
Im Kaukasus sind Gästehäuser am ehesten mit unseren Pensionen zu vergleichen. Die Zimmer für die Gäste sind heutzutage von den privaten Räumen der gastgebenden Familie getrennt. Alle Zimmer verfügen über ein eigenes Bad mit Toilette. Im Haus gibt es einen separaten Raum, wo die Mahlzeiten serviert und eingenommen werden. Traditionell wird von den Familienangehörigen gekocht. Auf Nachfrage bieten die Gastgeber auch Softdrinks sowie Bier/Wein (nicht überall) an. Einen Aushang oder eine Speise-/Getränkekarte gibt es in aller Regel nicht. Im Haus oder auf dem Grundstück gibt es Ruhe- und Rückzugplätze, um beispielsweise zu lesen oder Tagebuch zu schreiben. Je weiter Sie von der Zivilisation in den Gebirgen entfernt sind (Swanetien oder Tuschetien), desto einfacher und rustikaler werden die Gästehäuser. Bettzeug, Decken, Kissen und Handtücher sind aber überall vorhanden. Auch in den kleinen Bergdörfern haben fast alle Zimmer überwiegend ein eigenes Bad/WC. Eine wichtige Regel in Gästehäusern, ist das Tragen von Hausschuhen bzw. Badelatschen. Wanderstiefel werden draußen ausgezogen und gegebenenfalls ins Zimmer getragen.
Anforderungen
Für die Wanderungen ist lediglich ausreichend Kondition notwendig. Gewandert wird nur mit leichtem Tagesgepäck. Wanderungen können stets verkürzt oder ausgelassen werden. Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Mentalitäten, Sitten und Gebräuchen ist Grundvoraussetzung für eine Reise in den Kaukasus. Die Fahrstrecken sind teilweise recht lang.