Hauser exkursionen - Spektakuläre Dolomitentraversale von West nach Ost
- Beeindruckende Hüttenwanderung vom Grödner Tal zu den Drei Zinnen
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- Veranstalter: Hauser exkursionen
- Angebotsnummer: 280135
- Reisedauer: 7 Tage
- Reise Land: Italien
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Kundenbewertung:
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Termine:
2 Termine im Zeitraum vom
12.07.2025 - 06.09.2025 - Teilnehmerzahl: min. 5 max. 10
- ab € 1.140
- zur Buchungsanfrage
Wir stehen auf dem höchsten Gipfel des Sella-Massivs, dem Piz Boè (3152m). Der Wind spielt mit unseren Haaren, während wir den Blick über das weite, von den Sonnenstrahlen des Spätvormittags golden verzauberte Gebirgspanorama schweifen lassen. Um uns herum erheben sich die majestätischen Dolomiten. Die Felsen der Geislerspitzen, die Nebengipfel der Sella sowie die dominante Marmolada im Süden. In der Stille der Berge genießen wir den Moment – ganz weit weg von der Hektik des Alltags. Im Anschluss kehren wir in das winzige und urige Rifugio Capanna Piz Fassa ein und genießen die großartige Südtiroler Küche: auf dem Tisch vor uns liegt ein reichhaltiges Angebot an regionalen Köstlichkeiten. Den aromatischen, luftgetrockneten Schinken begleitet ein knuspriges Bauernbrot. Dazu gibt es würzigen Bergkäse, der in der klaren Bergluft gereift ist, und eine Auswahl an pikanten Aufstrichen aus heimischen Kräutern und Gemüse. So gestärkt fällt der Abstieg zur Franz-Kostner-Hütte, in der wir die Nacht verbringen, leicht. Bei einem Bad im nahe gelegenen Lech de Boè schweift unser Blick noch einmal zurück zu den steilen Westwänden der Sella. Während die Dunkelheit hereinbricht und der Sternenhimmel über uns erstrahlt, wissen wir: Diese Wanderung führt uns durch die einmalige Schönheit der Dolomiten, wo Natur und Geschichte sich zu einem unvergleichlichen Erlebnis verbinden.
Höhepunkte
- Wanderungen: 1x leicht, 5x mittelschwer, 1x anspruchsvoll
- Auf Bergwegen durch 5 Gruppen des UNESCO Welterbes der Dolomiten
- Mit dem Piz Boè (3152m) im Sella-Massiv einen echten Dreitausender besteigen
- Auf gemütlichen Alpenvereinshütten übernachten
- Die düstere Geschichte der Dolomitenfront erfahren
- Ganz nebenbei die "Cucina italiana originale" geniessen
Tag 1 Durch die wilden Zacken der Geisler-Gruppe
Wir treffen uns um 9:00 Uhr an der Talstation der neuen Standseilbahn Raschötz (Resciesa) in St. Ulrich im Grödnertal. Mit modernster Technik überwinden wir die ersten 800 Höhenmeter und beginnen unsere Wanderwoche auf der Raschötz-Hochfläche mit Blick auf die schrägen Zacken der Seceda. Die anderen Gipfel der Geisler-Gruppe spitzen schon dahinter hervor. Ständig dieses bekannte Fotomotiv vor Augen, wandern wir über flache Almwiesen zu unserer Mittagsrast, der erst kürzlich renovierten Broglesalm. Immer noch gemütlich geht es durch den Zirbenwald vor den markanten Nordwänden der Geisler über den Adolf-Munkel-Weg. Eine steile Geröllrinne führt uns zur Mittagscharte. In sauber angelegten Spitzkehren führt der Weg hinauf, wo man eigentlich kein Durchkommen vermutet. Wir spüren die Kraft dieser einzigartigen Natur zwischen den Wänden der Dolomiten bevor es zuerst steil und dann über sanfte Almwiesen unserem Tagesziel, der Regensburger Hütte entgegen geht.
- Fahrzeit: ca. 0 Std
- Gehzeit: ca. 6 Std
- Aufstieg: 800 Hm
- Abstieg: 900 Hm
Tag 2 Über Almwiesen und hinein ins Herz der Sella-Gruppe
Ein langer Tag steht uns bevor. Den mächtigen Langkofel im Blick, steigen wir über Almwiesen zuerst bergab. Oberhalb des Grödnertals queren wir hinein in das Val de Chedul, ein kleines, einsames Seitental, das uns hinauf führt auf die Forcella de Cier. Hinter uns ragen noch die Spitzen der Geislergruppe in den Himmel, während wir vor uns den massiven Block der Sella erblicken. Ein kurzer steiler Abstieg führt uns zur Jimmi-Hütte, wo wir die Mittagsrast bei hervorragender Südtiroler Küche genießen. Gestärkt geht es noch ein kurzes Stück bergab zum Grödner Joch. Auf der anderen Seite des bei Motorradfahrern beliebten Übergangs führt der Weg zuerst flach auf einem Felsband an den Sellastock heran, bevor er plötzlich in eine enge felsige Rinne einbiegt, die uns steil hinauf führt zu einem wahren Juwel der Dolomiten: dem Lago de Pisciadù. Bei sommerlichem Wetter lädt er nach dem anstrengenden Aufstieg zu einem kühlen Bad in 2570m Höhe ein, bevor wir an seinem Ufer unser gemütliches Nachtquartier in der Pisciadù-Hütte beziehen. Nur die Sterne sind zu sehen an diesem Ort der Stille, eingebettet zwischen den hohen Gipfeln der Sella-Gruppe.
- Gehzeit: ca. 7 Std
- Aufstieg: 1400 Hm
- Abstieg: 900 Hm
Tag 3 Durch die schroffe Sella auf einen echten Dreitausender
Am Westufer unseres gestrigen Badesees entlang starten wir unter den Wänden des Sas da Lech steil hinauf und erreichen an der Sela di Pisciadù die steinige Hochfläche der Sella. Vorbei am Rifugio Boè geht es hinauf zu unserem höchsten Punkt, dem Piz Boè. Hier auf 3152m genießen wir auf der Terasse des winzigen Rifugio Capanna Piz Fassa bei feiner landestypischer Küche einen großartigen Rundumblick. Kaum ein Gipfel überragt uns und der Blick fällt im Norden vom Alpenhauptkamm nach Süden über die Marmolata bis zu den letzten Erhebungen der Alpen. Über den Lichtenfelser Weg gelangen wir über weitere Gipfel hinunter zur Franz-Kostner-Hütte und blicken beim Bad im Lech de Boè nochmal zurück in die steilen Westwände der Sella, die wir nun hinter uns lassen. Unglaublich, dass wir einen gangbaren Weg hier hindurch gefunden haben. Auf gemütlichen Almwegen wandern wir hinunter zum Passo di Campolongo und wieder ein gutes Stück hinauf zu unserem komfortablen Quartier, dem Rifugio Cherz.
- Gehzeit: ca. 6.5 Std
- Aufstieg: 900 Hm
- Abstieg: 1400 Hm
Tag 4 Über blühende Almwiesen und auf Kriegssteigen hinauf zu unserem höchsten Nachquartier
Wir wandern in der Morgensonne gemütlich über schier unendliche blühende Almwiesen. Eine erste Einkehrmöglichkeit bietet sich in dem futuristisch anmutenden und doch mit traditionellen Elementen stilvoll gestalteten Berghaus Pralongia. Entspannt queren wir unterhalb des Settsass-Gipfels hinüber zum Passo Valparola, wo wir uns für den letzten Teil des Tages nochmal ordentlich stärken. Ab hier werden wir für den Rest unserer Wanderwoche immer wieder auf Relikte der im Ersten Weltkrieg erbittert umkämpften Frontline stoßen. Ein erster Aufschwung bringt uns hinüber auf die Hochfläche nördlich des Lagazuoi und damit zu den Resten ehemaliger Österreichischer Stellungen. Beim letzten steilen Gipfelaufschwung laufen wir den ehemaligen Grenzkamm entlang und passieren einige restaurierte Schützenstellungen. Von oben wurden hier einst die Italiener unter Beschuss genommen. Völlig absurd wirkt diese Vorstellung heute im Touristenrummel, der uns oben an der Seibahnstation erwartet. Abends kehrt jedoch Ruhe ein. Wir genießen die hervorragende Küche unserer höchsten Übernachtung auf 2752m und machen nach dem Abendessen noch einen kurzen Spaziergang hinüber zum Gipfel des Kleinen Lagazuoi. Ein Traum, auf diesem Panoramaplatz die Nacht verbringen zu dürfen...
- Gehzeit: ca. 7 Std
- Aufstieg: 1200 Hm
- Abstieg: 600 Hm
Tag 5 Einmal durchs Paradies, bitte!
Ein gigantischer Sonnenaufgang weckt uns in unserem Gipfelquartier. Der Panoramablick gleicht einer Postertapete. Nach einem ergiebigen Frühstücksbuffet führt uns der Weg zuerst wieder zurück zur Forcella Lagazuoi hinunter und nahezu horizontal zur Forcella Travenanzes. Bei guten Bedingungen können wir alternativ den über 1000m langen Kriegsstollen im Inneren des Lagazuoi hinunter steigen. Hier bekommen wir nochmals einen Einblick in die Ingenieurskunst und auch die Sinnlosigkeit der Kämpfe in den Bergen (Plus 1h und 200 Höhenmeter Auf- und Abstieg). Von der Forcella geht es hinein ins Paradies. Eine bessere Bezeichnung gibt es nicht für das Val Travenanzes, handelt es sich hier um eines der tiefsten und einsamsten Dolomitentäler. Anfangs noch über weite Hänge führt der Weg bald hinein in dunkle Wälder zwischen den Dreitausendern des Monte Cavallo und der Tofana. Eine kleine unbewirtschaftete Hütte befindet sich an dem wohl einzigsten lawinensicheren Fleck, auf einem kleine Hügel zwischen Bäumen im Tal. Nur das Plätschern des Brunnens ist zu hören. Man könnte ewig hier bleiben und die Einsamkeit genießen. Kaum ein anderer Wanderer findet den Weg durch dieses Nadelöhr der Dolomiten. Nach einer langen flachen Geröllwanderung wird das enge Tal wieder steiler und bietet in mehreren Gumpen ideale Bademöglichkeiten. Schluchtartig verengt sich das Tal, bevor es sich öffnet und uns ins Fanestal entlässt. Ein letztes mal überqueren wir an der Ponte Óuto die tief eingeschnittene Schlucht des Rio Travenanzes. Nur noch ein kurzes Stück auf breiten Wegen trennt uns von unserem Treffpunkt mit unserem Großraumtaxi, das uns hinüber bringt nach Misurina. Hier wartet schon das Hüttentaxi hinauf zum Rifugio Bosi auf uns. Hier haben wir vielleicht noch etwas Zeit, um uns einen ersten Einblick über das Freilichtmuseum auf dem Monte Piano zu verschaffen, bevor wir an diesem historischen Ort eine weitere ruhige Nacht verbringen.
- Fahrzeit: ca. 0.66666666666667 Std
- Fahrstrecke: ca. 30 km
- Gehzeit: ca. 6 Std
- Aufstieg: 200 Hm
- Abstieg: 1500 Hm
Tag 6 An alten Kriegsschauplätzen vorbei um die Drei Zinnen
Heute verlassen wir einen besonderen Ort. Das Plateau des Monte Piano war einst zweigeteilt zwischen Österreich und Italien. Im Alpenkrieg von 1914-1918 fanden hier heftige Kämpfe statt. Das Gipfelplateau einschließlich unseres Nachtquartiers ist heute ein eindrucksvolles Freilichtmuseum. Nachdem wir gestern schon einen Eindruck davon bekommen konnten, wandern wir heute auf Kriegswegen entlang der Stellungen auf der Ostseite weiter und dann über den Steilabbruch hinunter zur Malga Rinbianco. Nach dem Aufstieg zum Col de Mèdo lassen wir es uns bei unserer Mittagsrast auf der Langalm direkt vor den majestätischen Drei Zinnen gut gehen. Eine Gruppe junger Leute haben die kleine Alm im traditionellen Stil vor wenigen Jahren wieder neu errichtet und bieten uns eine hervorragende regionale Küche. Den ganzen Tag haben wir die mächtigen Drei Zinnen unmittelbar vor uns. An der Drei-Zinnen-Hütte und den Bödenseen vorbei wandern wir für eine letzte Einkehr zu der kleinen aber feinen Büllelejochhütte. Ein kurzer Abstieg führt uns dann hinunter zur Zsigmondy Hütte im Herzen der Sextener Dolomiten.
- Gehzeit: ca. 8 Std
- Aufstieg: 1300 Hm
- Abstieg: 1300 Hm
Tag 7 Abstieg zur Fischleinbodenhütte und Heimreise
An unserem letzten Wandertag können wir ein letztes mal Relikte aus dem Alpenkrieg erkunden und die morgendliche Stille an der wunderschönen Hütte genießen, bevor wir uns an den Abstieg machen. Dabei erreichen wir, an einem erst wenige Jahre alten Felssturz vorbei, den Talboden des Fischleintals. Bei unserer Mittagsrast an der gemütlichen Fischleinbodenhütte können wir nochmal die bizarren Gipfel der Sextener Dolomiten bewundern. Dann bringt uns unser Taxi zurück zum Ausgangspunkt im Grödnertal. Wir schauen auf eine spektakuläre Dolomitendurchquerung zurück.
- Fahrzeit: ca. 2.5 Std
- Fahrstrecke: ca. 100 km
- Gehzeit: ca. 3 Std
- Abstieg: 800 Hm
- Hauser Alpin Bergwanderführer ab/bis St. Ulrich im Grödnertal\n
- 6 x Halbpension\n
- 6 x Übernachtung in Berghütte / MBZ oder Hüttenlager\n
- Transfers gemäß Detailprogramm\n
- 1 x Seilbahn gemäß Detailprogramm\n
- Reisekrankenschutz\n
Nicht eingeschlossene Leistungen:
- An- und Abreise
- Tagesverpflegung und Getränke
- Kosten, die aufgrund notwendiger und begründeter Routenänderung entstehen
- Trinkgelder
- Parken im Grödnertal
Schwierigkeitsgrad
4
Wichtige Hinweise
Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Partner, sämtliche Programmpunkte durchzuführen. Sollte es witterungsbedingt, aus organisatorischen oder sonstigen Gründen notwendige Abweichungen von der Ausschreibung geben, bitten wir um Ihr Verständnis.
Einreisebestimmungen
Einreise Italien
Visa-Informationen
Transitvisa-Informationen
Impfungen und Gesundheitsvorsorge
Corona Information
Final Provisions Information
Reiseziel Italien / Nationalität deutsch
Unser Bergwanderführer erwartet Sie um 09:00 Uhr an der Talstation der Raschötz Standseilbahn in St. Ulrich (Raschötzstr. - 39046 St. Ulrich (BZ). Die Standseilbahn bringt uns dann zum Ausgangspunkt unserer einwöchigen Tour durch die Dolomiten. Die Rückfahrt zum Ausgangspunkt in St. Ulrich mit dem Taxi und Verabschiedung am letzten Tag wird je nach Verkehrslage so gegen 16:00Uhr sein. Bitte beachten Sie bei der Planung Ihrer Rückreise, dass es auch verkehrsbedingt zu einer späteren Ankunft in St. Ulrich kommen kann.
Tipp: Kopieren Sie vor Abreise Ihren Reisepass / Personalausweis und Ihr Flugticket. Im Verlustfall erleichtert dies die Neubeschaffung. Bewahren Sie die Kopien getrennt von den Originaldokumenten und Ihren Wertgegenständen auf.
Oder: Schicken Sie sich Kopien Ihrer wichtigsten Dokumente als pdf-Datei an die eigene Mailadresse.
Impfungen & Gesundheitsvorsorge
Einreise Italien
Impfungen und Gesundheitsvorsorge
Informationen zum Thema Gesundheit auf Reisen finden Sie auch unter hauser-exkursionen.de/reiseinfos/gesundheit
Eine Bitte: Stellen Sie sich eine Reiseapotheke zusammen, die Ihren individuellen Bedürfnissen angepasst ist. Denken Sie an Arzneimittel gegen Durchfallerkrankungen, Schmerzen und Erkältungskrankheiten sowie Verbandsmaterial und Pflaster. Ihre Reiseleiterin oder Ihr Reiseleiter führt eine Reiseapotheke mit, der Inhalt ist jedoch nur für Notfälle gedacht.