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Essen und Trinken in Jordanien

In Jordanien treffen sämtliche Kochkünste Arabiens aufeinander

Ein faszinierendes Reiseziel wie Jordanien bietet während Rund- und Studienreisen neben vielen Sehenswürdigkeiten auch besondere kulinarische Erfahrungen.

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Bild: Zitadellen Hügel Amman

Zitadelle Huegel Amman Jordanien

Die typische Landesküche orientiert sich stark an arabischen und orientalischen Einflüssen aus den umliegenden Nachbarstaaten Syrien, Irak, Saudi-Arabien und Israel. Wie in diesen erhält man auch im gut 89.000 km² großen Jordanien in nahezu jedem noch so kleinen Ort schmackhafte Klassiker wie zum Beispiel „Falafel“ (Kichererbsenbällchen), „Hummus“ (Kichererbsenmus), „Taboulé“ (Bulgursalat) und „Baklava“ (Blätterteiggebäck in Zuckersirup).

Bild: Baklava

Baklava

Gekocht, gefüllt und gegrillt genießen ist typisch für das Land unter heißer Sonne

 

Bild: Petra

Petra

In ganz Jordanien übliche Zubereitungsformen von Speisen sind backen, grillen, sautieren und füllen. Häufig zu sehen sind etwa mit Reis, Fleisch oder anderem Gemüse gefüllte Auberginen, Paprika oder Zucchini. Auch die sehr beliebten, mit Ravioli vergleichbaren Teigtaschen „Joshpara/Tushbera“ samt einer Füllung aus Fleisch und Gewürzen in einer Soße mit Joghurt sind fast in jedem Restaurant erhältlich. Gemäß den einschlägigen islamischen Vorschriften essen die mehrheitlich moslemischen Gläubigen im Land Lamm-, Rind- und Ziegenfleisch sowie auch viel Geflügel. Typische jordanische Fleischgerichte sind „Schisch Kebab/Schaschlik“ (Grillspieß mit Lammfleisch), „Kofta“ (kräftig gewürzte Hackfleischbällchen), „Malfuf“ (Kohlrouladen), „Musakhan“ (Huhn mit Nüssen, Reis und Gemüse) sowie natürlich das Nationalgericht „Mansaf“ (in Joghurt gekochtes Lamm mit Reis und/oder Bulgur).

Gewürze gehören untrennbar zum gastronomischen Erbe des Nahen Ostens

Bild: Markt – Basar – Nüsse – Lebensmittel

Markt Bazar Jordanien
Diese und viele weitere Spezialitäten werden zumeist mit hochwertigem Öl aus den reichhaltig in Jordanien wachsenden Oliven sowie mit Knoblauch, Kräutern, Tomaten und Zitrone zubereitet. Häufig Verwendung finden auch „Jameed“ (getrockneter Joghurt aus Schaf- oder Ziegenmilch) und die pikanten Gewürzmischungen „Zatar“ aus Thymian, Sumach, (Essigbaum) Sesamsamen und Salz sowie „Baharat“ aus Pfeffer, Paprika, Kardamom, Koriander, Kreuzkümmel, Nelken, Muskatnuss und Zimt. Ein traditionsreiches Gericht der jordanischen Beduinen ist in einer sämigen Brühe aus Muskraut (Corchorus olitorius) gekochtes Rind oder Huhn („Mulukhiyah“). Weitere typische Zutaten der Küche in Jordanien sind die Sesampaste „Tahin“ und die würzige Knoblauchsoße „Toum/Toumya“. Als Beilagen so gut wie unverzichtbar sind die meist dünn als Fladen gebackenen Brotsorten „Arbud“, „Ka'ak“, „Karadeesh“, „Khubz“, „Taboon“ und „Shrak“.

Vorspeisen sind in Jordanien mindestens so wichtig wie die Hauptgerichte

Bild: Jordanien – Totes Meer – Salz

Totes Meer Salz
Weitere bekannte und beliebte Hauptspeisen der jordanischen Küche, die sowohl als Mittag- wie auch als Abendessen genossen werden, sind darüber hinaus „Bamya“ (Lammgulasch mit Tomaten, Okraschoten, Koriander und Zwiebeln), „Fasoulya Beyda“ (weiße Bohnen in Tomatensoße mit Reis, „Fatteh“ (geröstetes Brot mit Joghurt, Minze, Olivenöl und Kichererbsen), „Freekeh“ (gerösteter Weizen mit Gemüse), „Maqluba“ (Reisauflauf mit Fleisch), „Haneeth“ (ganzes gefülltes Lämmchen) und „Zarb“ (langsam mit Reis und Gemüse gekochtes Lamm). In der Regel werden vor diesen Hauptgerichten die auch sonst im arabischen Raum weit verbreiteten Vorspeisen „Mezze“ serviert. Klassische Appetitanreger in Jordanien sind beispielsweise „Bagdonsyyeh“ (Petersiliensalat), „Ful Mudammas“ (gekochte oder pürierte Favabohnen), „Halloumi“ (Grillkäse), „Cubbeh“ (Klöße aus Bulgur, Hackfleisch und Zwiebeln) sowie „Sarma“ (gefüllte Weinblätter) und „Torshi“ (Essiggemüse).

Wer Süßes liebt, wird in Jordanien womöglich die „Qual der Wahl“ erleiden

Einen bekanntlich besonders hohen Stellenwert in der arabischen wie jordanischen Küche genießen außerdem Desserts und Süßspeisen. Diese werden nicht nur nach dem Essen, sondern gerne auch zwischendurch zum starken schwarzen Kaffee nach türkischer Art oder zum meist recht stark gesüßten Pfefferminztee konsumiert. Populär und auf vielen Speisekarten zu finden sind die mit einem gefüllten Pfannkuchen vergleichbaren „Qatayef“, die frittierten Teigbällchen „Awameh“, der süße Kuchen „Basbousa/Hareeseh“, der Konfekt „Halva“, die in Zuckersirup getränkten Weizenmehlkringel „Jalebi“ und das süße Getränk „Dschallab“ aus Datteln, Rosenwasser und Traubensirup. Recht gehaltvoll und süß präsentiert sich auch die warm servierte Süßspeise „Kunafah“ aus Quark, Teigfäden und Zuckersirup. Gleichermaßen schmackhaft sind die Teigbällchen „Lokma“ mit Honig und Zimt, das Grießgebäck „Ma'amoul“ mit Nuss- oder Dattelfüllung sowie der Brotpudding „Om Ali“ mit Pistazien, Kokos, Rosinen und Zucker.

Kalte und warme Getränke aller Art sind in der Wüste überlebensnotwendig

Anders als in einigen Nachbarländern wird in Jordanien generell auch Alkoholkonsum von Besuchern weitgehend akzeptiert und toleriert. Das Land selbst kann auch auf eine lange Tradition der Bier- und Weinproduktion zurückblicken. Die wichtigsten Rebsorten sind Cabernet Sauvignon, Merlot und Shiraz sowie Chardonnay, Gewürztraminer und Chenin Blanc. Ein mittlerweile international renommiertes Weingut ist „Zumot Winery“ in Irbid im Norden Jordaniens. Wer es den meisten Einheimischen gleich tun und auf Alkohol lieber verzichten möchte, kann sich in der Hitze auch bestens mit „Dugh“ (Joghurtgetränk), „Leben“ (Buttermilch), „Qamar al-Din“ (Aprikosensaft) oder dem wirklich überall und immer erhältlichen Schwarztee erfrischen.

 

Bild: Petra - Sand

Petra Sand